Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Die erste „Funk-Stunde Berlin“ im Oktober 1923 war die Geburtsstunde des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Immer auch im Bewusstsein seiner bald 100-jährigen Tradition steht es seit Herbst 2017 unter der Leitung seines Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters Vladimir Jurowski für besonders ungewöhnliche und Aufsehen erregende Programme im Berliner Konzertleben. Karina Canellakis, in dieser Saison "Artist in Focus", übernimmt im Herbst 2019 das Amt der Ersten Gastdirigentin und setzt fortan eigene künstlerische Akzente mit dem RSB.

Weit über die Konzertprogramme hinaus engagieren sich Vladimir Jurowski und das Orchester mit ihren Spielzeitthemen gesellschaftlich, so 2018/2019 mit „Natürlich RSB – Der Mensch und sein Lebensraum“ für den Umweltschutz und 2019/2020 unter dem Motto „grenzenlos“ für die Würdigung mutiger und positiv besetzter Grenzüberschreitungen jeglicher Art.

Von 2002 bis 2016 stand Marek Janowski an der Spitze des RSB und erarbeitete mit dem Orchester vor allem das große sinfonische Repertoire der Klassik und Romantik aus dem deutschsprachigen und französischen Raum. Sein Maßstäbe setzender konzertanter Wagnerzyklus (2010-2013) fand weltweit Beachtung, nicht zuletzt durch die Live-Einspielung der zehn Opern für das Label PENTATONE. Mit Vladimir Jurowski hat ein neues Kapitel der Aufnahmetätigkeit des RSB begonnen. Auch die konzertanten Opernaufführungen werden fortgeführt, kürzlich mit umjubelten Darbietungen von Richard Strauss‘ „Die Frau ohne Schatten“ in Berlin und Bukarest.

Ebenfalls mit großer Begeisterung widmet sich das RSB der zeitgenössischen Musik, 2019/2020 ist Marko Nikodijević „Composer in Residence“ des Orchesters.

Unter den ehemaligen Chefdirigenten finden sich Namen wie Sergiu Celibidache, Eugen Jochum, Hermann Abendroth, Rolf Kleinert, Heinz Rögner und Rafael Frühbeck de Burgos. Viele erfolgreiche Dirigentinnen und Dirigenten wählen das RSB als Partner für ihr Berlin-Debüt und bleiben dem Orchester eng verbunden, so Alain Altinoglu, Jakub Hrůša, Omer Meir Wellber, Lahav Shani, Thomas Søndergård, Ariane Matiakh und Edward Gardner.

Neben den Sinfoniekonzerten in Philharmonie und Konzerthaus Berlin spielt das RSB Kammermusik an stimmungsvollen Orten der Hauptstadt. Zahlreiche Konzertprogramme, teils von den Orchestermitgliedern selbst entwickelt, widmen sich zudem Heranwachsenden und Neugierigen u.a. die erfolgreiche Reihe „Rapauke macht Musik“ für Kinder ab 3 Jahren.

Unter der Leitung von Frank Strobel präsentiert das RSB beispielhafte Filmmusikprojekte, darunter Weltpremieren von rekonstruierten oder neu komponierten Stummfilmmusiken.

Seinen Aufgaben als Rundfunkensemble kommt das Orchester rege nach, wenn es zusätzlich zu den Übertragungen seiner Konzerte durch Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk, rbbKultur und European Broadcasting Union zahlreiche Studioproduktionen realisiert, oft mit vergessenen oder verdrängten Repertoireraritäten. Gastspiele führen das RSB regelmäßig nach Japan und Korea sowie in bekannte Konzertsäle in Deutschland und Europa.

Die ROC verwendet Cookies, die für die Funktionalität und Analyse des Nutzerverhaltens auf der Webseite notwendig sind. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie Sie in unserer Datenschutzerklärung im Detail ausgeführt sind.

Akzeptieren