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Rundfunkchor Berlin

Mit rund 60 Konzerten jährlich, CD-Einspielungen und internationalen Gastspielen zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Aufnahmen. Sein breit gefächertes Repertoire, ein flexibles, reich nuanciertes Klangbild, makellose Präzision und packende Ansprache machen den Profichor zum Partner bedeutender Orchester und Dirigent*innen, darunter Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle und Yannick Nézet-Séguin. In Berlin besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und ihren Chefdirigenten.

Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. Zum Meilenstein wurde die szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als "human requiem" durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests. Seit der Premiere 2012 gastierte der Rundfunkchor Berlin unter anderem in New York, Hongkong, Paris, Adelaide, Istanbul und Elefsina. Mit dem Projekt "LUTHER dancing with the gods" reflektierte der Chor im Herbst 2017 in einer genresprengenden Konzertperformance mit Robert Wilson und Musik von Bach, Nystedt und Reich Luthers Wirkung auf die Künste und in den Künsten. Für die interdisziplinäre Konzertinstallation THE WORLD TO COME kreierte der Rundfunkchor Berlin in der Saison 20/21 eine Berliner Festmesse nach Beethovens "Missa solemnis". In der Saison 23/24 setzte der Rundfunkchor Berlin mit "Rote Messe" Gioachino Rossinis "Petite Messe solennelle" in Szene. Die Musiktheater-Performance in der Regie von Anna-Sophie Mahler kombinierte Rossinis Messe mit Werken von u. a. Schönberg in der ehemaligen Industriehalle MaHalla in Berlin-Oberschöneweide. In seiner Jubiläumssaison 24/25 brachte der Rundfunkchor Berlin mit "Flying Mozart" erstmals klassische Chormusik mit der urbanen Tanzsprache des Breakings zusammen. In Zusammenarbeit mit den Flying Steps und der Deutschen Streicherphilharmonie entstand eine Inszenierung von Mozarts Requiem, die mit Lichtkunst und elektronischer Musik das Werk in einen modernen Kontext setzte.

© Peter Adamik
Das Mitsingkonzert des Rundfunkchores Berlin in der Philharmonie

Seit der Saison 16/17 ist die RundfunkchorLounge ein fester Bestandteil der Saison. In lockerer Atmosphäre im Heimathafen Neukölln verbindet sie Chorgesang, Kammermusik und Gespräche zu gesellschaftlich relevanten Themen. In der Saison 26/27 stehen dabei Themen wie Wasser und unser Umgang mit dieser Ressource in Zeiten von Knappheit, Lust und Körperlichkeit und Zeit und Zeitlichkeit im Mittelpunkt.

Mit seinen Community-Projekten für unterschiedliche Zielgruppen - das große Mitsingkonzert in der Berliner Philharmonie und der Liederbörse für Berliner Schüler*innen - möchte der Rundfunkchor Berlin möglichst viele Menschen zum Singen bringen. Sein breit angelegtes Bildungsprogramm SING! zielt auf die nachhaltige Vernetzung verschiedener Partner, um das Singen als selbstverständlichen Teil des Berliner Grundschulalltags zu fördern. Mit der Akademie und Schola sowie der Internationalen Meisterklasse für Chordirigieren in Berlin setzt sich das Ensemble für den professionellen Sänger*innen- und Dirigenten*innennachwuchs ein.

1925 gegründet, blickt der Rundfunkchor Berlin 2026 auf über 100 Jahre seines Bestehens zurück. Der Chor wurde von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe, Robin Gritton und Simon Halsey geprägt. Seit der Saison 15/16 steht der Niederländer Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Ensembles. Simon Halsey bleibt dem Chor als Ehrendirigent und Gastdirigent verbunden.

Konzerte des Rundfunkchors Berlin