Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

In den über 70 Jahren seines Bestehens hat sich das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) durch seine Stilsicherheit, sein Engagement für Gegenwartsmusik sowie mit CD- und Rundfunkproduktionen einen exzellenten Ruf erworben. Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, wurde es 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt. Seinen heutigen Namen trägt es seit 1993.

Mit der Spielzeit 2017|2018 trat der junge Brite Robin Ticciati die Position als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des DSO an. In seinen ersten beiden Spielzeiten hat er die Bandbreite seines Könnens und das große Einverständnis, das zwischen ihm und dem Orchester gewachsen ist, bereits eindrucksvoll bewiesen. Zu den Höhepunkten seiner zweiten Saison zählten eine szenische Einrichtung von Händels „Messias“ in der Berliner Philharmonie und das Festival „Brahms-Perspektiven“ rund um die Symphonien des großen Meisters. In der Spielzeit 2019|2020 lenkt Ticciati den Blick auf das Œuvre Antonín Dvořáks und wendet sich verstärkt den Werken US-amerikanischer, auch zeitgenössischer Komponisten zu.

Durch zahlreiche Gastspiele ist das DSO als Kulturbotschafter Berlins und Deutschlands im nationalen und internationalen Musikleben präsent. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien und Argentinien, in Japan, China, Malaysia, Abu Dhabi und in Osteuropa, außerdem bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms. In der Saison 2019|2020 führt eine Asientournee das Orchester gemeinsam mit Robin Ticciati für eine Residenz nach Tokio und zu Konzerten in Südkorea und China, gefolgt von weiteren Gastspielen, etwa im Concertgebouw Amsterdam, in der Kölner und der Münchner Philharmonie.

Auch mit vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen ist das DSO weltweit gefragt. 2011 erhielt es für die Produktion von Kaija Saariahos „L'amour de loin“ unter Kent Naganos Leitung den Grammy Award für die beste Opernaufnahme. Mit Werken von Bruckner, Debussy, Duparc und Fauré haben Robin Ticciati und das DSO bereits drei viel beachtete Aufnahmen bei Linn Records vorgelegt. Im September 2019 erschien hier eine weitere Einspielung französischer Musik, mit Debussys „Trois nocturnes“ und dem Requiem von Duruflé.

Seit seiner Gründung hat es das DSO verstanden, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden. Ferenc Fricsay definierte als erster Chefdirigent Maßstäbe im Repertoire, im Klangideal und in der Medienpräsenz. 1964 übernahm der junge Lorin Maazel die künstlerische Verantwortung, 1982 folgte Riccardo Chailly und 1989 Vladimir Ashkenazy. Kent Nagano wurde 2000 zum Chefdirigenten berufen. Seit seinem Abschied 2006 ist er dem Orchester als Ehrendirigent eng verbunden. Von 2007 bis 2010 setzte Ingo Metzmacher und von 2012 bis 2016 Tugan Sokhiev mit dem Orchester entscheidende Akzente im hauptstädtischen Musikleben.

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