
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) wurde 1946 gegründet und zählt heute zu den renommiertesten Sinfonieorchestern Europas. Sein Repertoire reicht von der Wiener Klassik bis zur Uraufführung. Zu seinen Spielorten zählt vor allem die Philharmonie Berlin – und die Bühnen der bedeutendsten Konzerthäuser weltweit. Die Süddeutsche Zeitung hob es als "orchestralen Think Tank" unter den hauptstädtischen Klangkörpern hervor: ein Orchester, das Haltung zeigt, Grenzen verschiebt und Klassik konsequent in die Gegenwart denkt. Ab der Saison 2026/27 steht Kazuki Yamada als neuer Chefdirigent an seiner Spitze.
Saison 2026/27 Trailer
Ein Orchester mit Haltung
Das DSO versteht sich als kultureller Akteur, nicht nur als Klangkörper. In der Saison 2023/24 sorgte es mit der Initiative "Kein Konzert ohne Komponistin!" weltweit für Furore: Jedes Programm enthielt ein Werk einer komponierenden Frau – ein Statement, das weit über Berlin hinaus Schule machte. Die Saison 2024/25 stand im Zeichen der Kampagne "Orchester für die Demokratie" des Deutschen Bühnenvereins; das DSO machte sein Eintreten für eine offene Gesellschaft und für marginalisierte Gruppen programmatisch sichtbar.
Dieses Selbstverständnis ist kein Marketingbegriff. Es zeigt sich in einer Dramaturgie, die Entdeckungen neben Bekanntes stellt, in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik und in interdisziplinären Kooperationen mit Ensembles der freien Szene.
Neue Formate, neues Publikum
Seit über 15 Jahren schlägt das DSO mit seinen Casual Concerts die Brücke zwischen Club und Klassik: moderierte Konzerte mit Lounge und Live Act, die ein diverses Publikum erreichen. Seit 2014 wird der "Symphonic Mob" veranstaltet: Berlins größtes Spontanorchester, das Laien- und Profimusiker*innen zusammenbringt. Mit bis zu 1300 Mitwirkenden und Partner*innen wie dem Rundfunkchor Berlin ist der Berliner "Symphonic Mob" zu einer eigenen Institution geworden, dessen Konzept mittlerweile europaweit lizensiert wird und Menschen aus ganz Deutschland und dem Ausland begeistert.
International unterwegs – und ausgezeichnet
Das DSO ist als Kulturbotschafter Berlins auf den Bühnen der bedeutendsten Konzerthäuser und Festivals präsent: Salzburger Festspiele, BBC Proms, Konzertgebouw Amsterdam. In den letzten Jahren konzertierte es in Brasilien, Argentinien, Japan, China, Malaysia und Abu Dhabi. 2011 gewann es den Grammy Award für die beste Opernaufnahme – für die Weltersteinspielung von Kaija Saariahos "L’amour de loin" unter Kent Nagano.
Einspielungen wie Elgars Violinkonzert mit Robin Ticciati und Vilde Frang für Warner Classics werden von der Fachpresse hoch gelobt.
Kazuki Yamada – Ein neues Kapitel
Mit der Saison 2026/27 übernimmt der japanische Dirigent Kazuki Yamada die Rolle des Chefdirigenten. Yamada ist bekannt für sein breites Repertoire, seine klangliche Transparenz und die Fähigkeit, Präzision mit emotionaler Tiefe zu verbinden. Er tritt die Nachfolge von Robin Ticciati an, der das DSO von 2017 bis 2024 prägte.
Geschichte
Gegründet 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester, 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin umbenannt, trägt das Orchester seinen heutigen Namen seit 1993. Seit seiner Gründung verstand es das DSO, herausragende Künstlerpersönlichkeiten an sich zu binden: Ferenc Fricsay setzte als erster Chefdirigent Maßstäbe in Repertoire und Klangideal. Es folgten Lorin Maazel (1964–75), Riccardo Chailly (1982–89), Vladimir Ashkenazy (1989-2000), Kent Nagano (2000–06, seither Ehrendirigent), Ingo Metzmacher (2007–10), Tugan Sokhiev (2012–16) und Robin Ticciati (2017–24). Mit Kazuki Yamada beginnt 2026/27 eine neue Ära.
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (ROC), getragen von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %).