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Sergei Rachmaninov: Chrysostomos-Liturgie

Komponisten: Sergei Rachmaninov

Dirigent: Nicolas Fink

Produzent: Carus Verlag

Veröffentlicht: 1. Juni 2015

Nach der Veröffentlichung der Einspielung von Dvořáks Messe in D und des Gounod-Requiems im November 2014 ist nun die zweite CD des Rundfunkchores Berlin in Zusammenarbeit mit dem Carus-Verlag erschienen: Sergei Rachmaninows Chrysostomos-Liturgie. Die Aufnahmen entstanden unter der Leitung von Nicolas Fink im Oktober des vergangenen Jahres in der Auenkirche in Berlin-Wilmersdorf. Die Solisten Bianca Reim, Joo-hoon Shin und Axel Scheidig sind Mitglieder des Rundfunkchores Berlin.

Mit dem seiner Chrysostomos-Liturgie op. 31 treibt Rachmaninow die Entwicklung der orthodoxen Kirchenmusik entscheidend voran und erreicht zusammen mit seiner späteren Ganznächtlichen Vigil op. 37 eine bis dahin nicht dagewesene und nicht wieder erreichte Meisterschaft. Dass Rachmaninow das Werk im Sommer 1910 innerhalb von nur zwei Monaten komponiert hat, lässt von der Herausforderung, der er sich gegenüber sah, nichts ahnen. Tatsächlich stellte ihn die umfassende Beschäftigung mit den liturgischen Erfordernissen vor die Schwierigkeit, aus der Vielzahl einzelner Elemente im orthodoxen Gottesdienst die relevanten und musikalisch arrangierbaren Abschnitte auszuwählen. Dafür gab es kaum Vorbilder: Peter Tschaikowski etwa begnügte sich in seiner Vertonung der Liturgie mit nur wenigen Stücken.

„Die unmittelbare emotionale Wirkung orthodoxer Kirchenmusik fasziniert, sie strahlt eine geradezu meditative Kraft aus und versetzt den Hörer nicht selten in eine Art Trance“, äußert sich Dirigent Nicolas Fink angesichts Rachmaninows Werk. Der Schweizer Dirigent und Assistent Simon Halseys beim Rundfunkchor Berlin trat bisher mit den Chören des MDR und WDR, dem Coro Casa da Música Porto sowie dem Chœur de Radio France als Dirigent in Erscheinung. Darüber hinaus übernahm er Einstudierungen etwa für Sir Simon Rattle, Marek Janowski und Thomas Hengelbrock.