Mehr Publikum und hohe Auslastung
Neuer Service in der neuen Saison: Abo-plus-Preise


Berlin. 01.03.2006. – Mehr als 133.000 Besucher hat die roc berlin im Jahr 2005 bei den 130 Konzerten ihrer vier Ensembles gezählt. Das entspricht einer Platzauslastung von 83 Prozent – vier Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Die beiden Orchester – Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin - konnten für die Saison 2005/2006 insgesamt mehr als 600 Abonnenten zusätzlich gewinnen.

Außerdem hat die Gastspieltätigkeit aller vier roc-Ensembles erheblich zugenommen: Bei insgesamt 105 Gastspielen der Orchester und Chöre - zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Orchestern- wurden weitere 197.000 Konzertbesucher gezählt. So eröffnete das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano im August die Salzburger Festspiele und tourt demnächst durch die Hauptstädte Osteuropas. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin reiste nach Spanien, Frankreich, Tschechien und Italien. Der RIAS-Kammerchor tritt allein in 40 Saisonkonzerten außerhalb Berlins in allen europäischen Musikmetropolen sowie in Japan auf. Der Rundfunkchor war in Paris, Zürich, Valencia, Monaco und Salzburg engagiert. - Dieses international ausgerichtete Profil, das Engagement namhafter Dirigenten und Solisten bei den Ensembles, die erfolgreiche künstlerische Programmatik und mehrere Uraufführungen tragen zu einer immer stärkeren Position der roc berlin in der nationalen und internationalen Konzertlandschaft bei. Dabei fühlen sich die Ensembles auch der Förderung zeitgenössischer Musik und innovativer Konzertformen verpflichtet. Der aktuelle Kompositionsauftrag des Rundfunkchors an Christian Jost und die Uraufführung seiner Choroper „Angst“ im Januar 2006 ist hier hervorzuheben.

Gerade jetzt, in der zweiten Hälfte der Saison, zeigt die roc berlin erneut, was sie in sich hat. „Musikalische 4Falt“ lautet wieder der Titel, unter dem die 4 Ensembles sehr selbstbewusst ihre sieben hochinteressanten Konzertvariationen in der Osterzeit präsentieren. Übrigens nicht nur an so traditionellen Musik-Standorten wie Konzerthaus und Philharmonie. In dieser Saison spielen die Ensembles an über 20 weiteren Standorten, darunter Kirchen, wie Gedächtniskirche, St. Matthäus-Kirche und Berliner Dom, aber auch in der Akademie der Künste, im Reichstag, in Ministerien, Universitäten, Museen und Theatern und neuerdings auch an für klassische Musik so ungewöhnlichen Orten wie Tempodrom, Off-Theater, Filmpalast Berlin und Bewag Umspannwerk.
Dass dieses innovative „Bündnis für Musik“ auch in der Betreuung ihrer Kunden immer neue Wege sucht, zeigt das neue Angebot Abo plus: Mit Beginn der Saison 2006/2007 erhalten alle Abonnenten auch für die Konzerte der anderen Ensembles der roc berlin Karten zum ermäßigten Abo plus-Preis, der etwa 15 Prozent unter dem regulären Preis liegt

Intendantin Bettina Pesch zieht Bilanz
roc berlin in stürmischem Umfeld stabilisiert


„Über drei Jahre als Intendantin bei der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH in Berlin – das war nicht nur künstlerischer Genuss, sondern meistens auch harte Arbeit. Aber wir haben gemeinsam viel erreicht und sehen auf solidem Fundament in eine spannende Zukunft.“

Diese Bilanz zieht Bettina Pesch jetzt für die roc berlin, die sie als deutlich langjährigste Intendantin seit September 2001 leitet. Extern wie intern ist in dieser Zeit viel passiert.

Pro Ensemble und Betriebszweig hat Bettina Pesch zunächst Kostencenter, Zielvereinbarungs- und Controllingsysteme eingerichtet und die Personalkosten neu strukturiert. Ergebnis: transparente Kostenverläufe, schnelle Erkenntnisse über gebundene und frei werdende Mittel, bessere Möglichkeiten zur Steuerung des Geschäfts. Sachgebiete auch innerhalb der Geschäftsführung wurden komprimiert, der Besucherservice neu organisiert. Letztlich haben alle diese Maßnahmen zu erheblichen Kosteneinsparungen geführt. Die roc ist innerhalb von Berlin in diesen schwierigen Zeiten eine der wenigen Institutionen, die in ihrem Budgetrahmen blieb und ihn noch weiter verbessert hat.

Auch im Rechts- und Vertragswesens und in der Kommunikation hat die roc berlin neue Maßstäbe gesetzt. Zum Beispiel gelang es, die RIAS Big Band ohne Rechtsstreitigkeiten aufzulösen und die Altverträgler aus den Zeiten vor der Wende in den Bundesangestelltentarif zu integrieren. Zur Zeit arbeitet Bettina Pesch daran, das Tarifrecht für immerhin drei Ensembles neu und vor allem einheitlich zu gestalten. Ebenso wurden Konzert- und Gastspielverträge kostenneutral umgestaltet.

Auch nach außen hin hat sich die roc berlin überzeugend aufgestellt: neues Logo, neues Design, neues Internet- Programm und insgesamt ein neues Dach für die vier Klangkörper. Bündnis für Musik heißt das Motto, unter das sich die ansonsten künstlerisch bewusst eigenständig agierenden Ensembles einordnen.

2 Presseinformation Abgesehen von der administrativen Tätigkeit, die durch die Nutzung von Synergien dem Gesamtgebilde deutlich Kosten spart, sieht die roc berlin die Jugendarbeit und die Nachwuchsförderung als ihre übergreifende Aufgabe. Mittlerweile entwickelt der „Musikpädagogische Dienst“ der roc berlin auch eigenständige Projekte. Vor allem aber agiert er als eine Art Serviceunternehmen für die vier Ensembles.

Nicht zuletzt hat die roc berlin im Februar 2004 ihr erstes Musikfest auf die Beine gestellt und hier unter Beteiligung aller Musiker und Ensembles in den verschiedensten Zusammensetzungen künstlerisch sehr beachtliche und innovative Programme entwickelt und präsentiert.

In den nächsten Jahren gilt es nun, auf diesem Fundament aufzubauen und die Gesellschaft im Interesse der Mitarbeiter und im Interesse des Publikums weiter zu stärken und zu stabilisieren. Die Intendantin Bettina Pesch wird bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit im September 2006 engagiert dazu beitragen. Wie es dann weitergeht, ist noch offen. Denn die Gesellschafter haben Bettina Pesch kürzlich mitgeteilt, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Dazu ihr Kommentar: „Schade, denn wir hätten noch viel mehr erreichen können. Die roc berlin hat ein großes Potential. Andererseits werde ich die Grundsatzarbeiten bis dahin abgeschlossen haben und kann mich dann persönlich neuen, interessanten Aufgaben an anderen Orten zuwenden.“