KlangBilder

"KlangBilder" - unter diesem Titel veranstaltet die roc berlin Konzerte zum Thema "Spiritualität" - ein Themenbereich, der in der Öffentlichkeit und dem Medien eher beiläufig Resonanz findet. Soll diese Reihe doch auch wieder die Fragen nach unserer menschlichen Existenz im Licht des christlichen Glaubens, der unsere abendländische Welt bis heute maßgeblich geprägt hat, in Erinnerung rufen. Mit der Wandelhalle der Berliner Gemäldegalerie wurde bewußt ein spiritueller Ort gewählt, der Musik im Blickwinkel theologischer Bildbetrachtungen in ganz eigene Spähren setzt. In Jahrhundertschritten rücken die Künste zusammen. Anfang des 19. Jahrhunderts sahen die Romantiker Musik, Bildene Kunst, Literatur und Theater nicht länger als getrennte Disziplinen, sondern als Ausdruck eines geistigen Strebens, das über die herrschenden Verhältnisse hinausdrängte. Um 1900 begannen die Expressionisten unterschiedlicher Spielarten, die Künste erneut zusammen zu denken, Klang und Farbe, Wort und melodische Gestalt in einem großen visionären Raum zu vereinen. In ihm wurde die Moderne geboren. Das 21. Jahrhundert beginnt, wie es scheint, ebenfalls mit Entdeckungen zur Synästhesie, der Zusammenschau und dem Zusammenwirken der Künste. So stellt diese Konzertreihe auch bewußt das geistliche Werk des 20. und 21. Jahrhunders vor, oft in Gegenüberstellung mit Werken der Renaissance und des Barocks.

In Zusammenarbeit mit den Besucher-Diensten der Staatlichen Museen zu Berlin

NÄCHSTES KONZERT

Freitag› 19› März 2010
Gemäldegalerie, Wandelhalle
18.30 Uhr Bildbetrachtung des Gemäldes "Die Grablegung Christi"
19.30 Konzert in der Wandelhalle

Stipendiaten und Mentoren der Orchesterakademie
des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin
Steffen Tast ›Leitung

HENRY PURCELL
Fantasias für Streichorchester
JOHN CAGE
›Ryoanji‹
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Streichquartett f-Moll op. 95
[Fassung für Streichorchester von Gustav Mahler]

Zoom (1.4 MB)

Prof. Dr. Bernd Lindemann (Direktor der Gemäldegelerie) und
Pfarrer Christhard-Georg Neubert (Direktor der Stiftung St. Matthäus) diskutieren am 19. März über das Gemälde „Die Grablegung Christi“ (um 1505) von Vittore Carpaccio.

Vorgestellt wird das Gemälde "Die Grablegung Christi" (um 1505) von Vittore Carpaccio (ca. 1460-1525)

Bildbetrachtung 
Prof. Dr. Bernd Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie, liefert interessante Hintergründe zu ausgewählten Gemälden.

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