UNSERE SPIELORTE IN BERLIN


Philharmonie Berlin
Das auffällige pentagonale Bauwerk ist Teil des Kulturforums am Potsdamer Platz. 1960 begann der Bau durch den Architekten Hans Scharoun, der sich für sein außergewöhnliches Konzept zuerst harrscher Kritik gegenüber sah. Inzwischen ist die Berliner Philharmonie mit ihrem von 2400 Plätzen umgebenen, zentralen Konzertpodium Vorbild für andere Spielstätten geworden und überzeugt seit ihrer Fertigstellung 1963 durch ihre hervorragende Akustik. Die Berliner Philharmoniker haben hier ihren Heimathafen, das Haus wird aber auch von unzähligen anderen Ensembles bespielt.

Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin-Tiergarten
Bahn: U2, S1, S2, S25
Bus: M 29, M 41, M 48, 123, 200

Foto: Kai Martin

Kammermusiksaal der Philharmonie
Der kleine Bruder der Philharmonie entstand zwischen 1984 und 1987 nach Plänen des verstorbenen Hans Scharoun unter der Leitung des Architekten Edgar Wisniewski. Fast 1200 Zuhörer finden im ebenfalls auf eine zentrale Bühne hin orientierten Konzertsaal Platz. Regelmäßig treten hier kleinere Ensembles und A-Cappella-Chöre auf, um das Berliner Musikleben zu bereichern.

Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin-Tiergarten
Bahn: U2, S1, S2, S25
Bus: M 29, M 41, M 48, 123, 200

Foto: Philipp Wetzlar

Konzerthaus Berlin
Am historischen Gendarmenmarkt steht das beeindruckende Bauwerk klassizistischer Architektur. An der Stelle seiner zwei Vorgängerbauten wurde es von Karl Friedrich Schinkel zwischen 1818 und 1821 errichtet und erhielt den Namen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. 1984 wurde es in Konzerthaus Berlin umbenannt. In wunderschönem Ambiente finden Konzerte im Großen und im Kleinen Saal statt, aber auch im Werner-Otto-Saal oder dem Musikclub. Die vielen Räumlichkeiten erlauben auch ein Nebeneinander verschiedener Veranstaltungen. Neben dem ansässigen Konzerthausorchester treten hier Ensembles aus aller Welt auf.
      
Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin-Mitte
Bahn: U2, U6
Bus 147

Foto: Hanna Lippmann

Haus des Rundfunks
Das 1929/30 erbaute Haus mit der roten Backsteinfront an der Masurenallee ist von großer Bedeutung für die Geschichte des Rundfunks. Hans Poelzig entwarf ein genau auf die Bedürfnisse der Radioübertragung ausgelegtes Gebäude, in dem sich der Große Sendesaal (1081 Plätze) und der kleine Sendesaal befinden und daneben kleinere Räume zu Aufzeichnungszwecken mit perfekten akustischen Bedingungen. Zu Zeiten des Kalten Krieges war das Gebäude zunächst in russischer Hand, 1956 ging es an Westberlin. Ab 1957 war das Haus der Sitz des SFB, ab 2003 zog der Nachfolger rbb ein. Neben seiner Verwendung als Konzertssaal bietet das Gebäude auch Probemöglichkeiten für das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und den Rundfunkchor Berlin.

Masurenallee 8-14
14057 Berlin
Bahn: U2, S41, S42
Bus: M49, 104, 218

Foto: Sir James

Radialsystem V
1881 entstand das Pumpwerk im Zuge eines neuen Entwässerungsprojektes für die Stadt Berlin. Der Architekt Richard Tettenborn gab dem Bauwerk das Gesicht der Industrie-Bauweise in Backsteinoptik. 1905 wurde es erweitert und somit zum größten der zwölf Berliner Radialsysteme. Ab 2004 plante Gerhard Spangenberg die Sanierung und Umgestaltung des Gebäudes, die unter Aspekten des Denkmalschutzes vollzogen werden musste. Mit seinen baulichen Ergänzungen aus Beton, Stahl und Glas schuf er neue Räume auf der darin integrierten alten Substanz: eine Kombination, die dem Radialsystem V heute als Kulturstätte ihren unvergleichlichen Charme verleiht. Die Eröffnung im neuen Gewande fand 2006 statt.

Holzmarktstr. 33
10243 Berlin
Bahn: S3, S5, S7, S75, S9
Regional- und Fernverkehr
Bus: 240

Treptowers
Direkt an der Spree erhebt sich das mit 125 Metern zweitgrößte Gebäude Berlins mit den niedrigeren Drillingsbauten als moderner Bürokomplex. 1998 wurde er von den Architekten Gerhard Spangenberg sowie Schweger und Partner und Reichel + Stauth fertig gestellt und bereichert die Berliner Skyline um einen weit sichtbaren Meiler. In den Räumlichkeiten des Turmes hat die Allianz Verischerungs-AG einen Firmensitz, es finden dort jedoch auch viele künstlerische Veranstaltungen wie Ausstellungen und kleine Konzerte statt.

An den Treptowers 3
12435 Berlin-Treptow
Bahn: S41, S42, S8, S85, S9
Bus: 104, 166, 167, 194, 265, 347

Foto: Sophien-Gemeinde Berlin

Villa Elisabeth
Zwischen 1888 und 1907 wurde das Gemeindehaus der St. Elisabeth-Kirche in Mitte erbaut. Mit seinen Säulenbögen und seiner Galerie bietet es ein hervorragendes Ambiente für kulturelle Projekte wie Kammerkonzerte.

Invalidenstr. 3
10115 Berlin-Mitte
Bahn: U8, S1, S2, S25
Tram: M8, M12

Foto: Georg Slickers

Maison de France – Institut français
1950 eröffnete am Kurfürstendamm das Institut français, das die Belange der französischen Kultur in Berlin vertritt. Neben Sprachkursen und Filmvorführungen (im angeschlossenen Cinema Paris) finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt, bei denen auch das leibliche Wohl eine große Rolle spielt. Zu den neueren Veranstaltungen gehört der Klassiklunch des DSO Berlin, bei dem die kulinarische Mittagspause mit Kammermusik verbunden wird.

Kurfürstendamm 211
10719 Berlin-Charlottenburg
Bahn: U1
Bus: M19, M29, X10, 109, 110

Foto: Michael Lindner

Schlüterhof im Deutschen Historischen Museum
Der Bau des Zeughauses, heute Heimat des Deutschen Historischen Museums, wurde 1695 auf Geheiß des Kurfürsten Friedrich III. begonnen. Der erste Bauleiter war Johann Arnold Nering, ihm folgten Martin Grünberg, Andreas Schlüter und Jean de Bodt. Der Innenhof mit Kriegermasken wurde von Andreas Schlüter entworfen und nach ihm benannt. Zwischen 1998 und 2003 wurde das Gebäude umgebaut und der Architekt Ieoh Ming Pei setzte dem Schlüterhof eine riesige Glaskuppel auf. Somit entstand ein Veranstaltungsraum mit freiem Blick auf den Himmel. Der Lichthof bietet einen gelungenen Raum für Konzerte, den das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in jedem Frühjahr nutzt.

Unter den Linden 2
10117 Berlin
Bus: TXL, 100, 200

Foto: Akademie der Künste

Akademie der Künste
Die Akademie der Künste ist von der Bundesrepublik beauftragt, die Künste im Land zu fördern und bei künstlerischen Fragen beratend zur Seite zu stehen. Zwischen 1999 und 2005 wurde am Pariser Platz in direkter Nachbarschaft zum Hotel Adlon und zum Brandenburger Tor ein Neubau errichtet, in dem die Akademie Veranstaltungen abhalten kann, zu denen natürlich auch Konzerte gehören. Die großen Glasflächen im Plenarsaal ermöglichen dabei einen herrlichen Blick aufs Berliner Zentrum.

Pariser Platz 4
10117 Berlin-Mitte
Bahn: U 55, S1, S2, S25
Bus: M85, 100, 200 (+ Fußweg)

Foto: Wolfgang Bittner

Neues Museum
Das Neue Museum wurde zwischen 1841 und 1859 nach Plänen von Friedrich August Stüler errichtet. Durch Weltkriegsschäden wurde es schwer in Mitleidenschaft gezogen und wurde zwischen 2003 und 2009 unter der Leitung von David Chipperfield wieder hergerichtet, wobei auf die Erhaltung des alten Stils großen Wert gelegt wurde. Die Dauerausstellung beinhaltet das Ägyptische Museum und eine Papyrussammlung. Außerdem zu sehen sind Kunstwerke aus der Vor- und Frühgeschichte der Menschheit sowie eine Antikensammlung. Die ästhetischen Räumlichkeiten, unter ihnen das helle, große Treppenhaus, bieten eine fantastische Kulisse für klassische Konzerte. Diesem doppelten Kulturgenuss wird immer mehr Raum geboten.

Bodestr. 1
10178 Berlin-Mitte
Bahn: S5, S7, S75, S9
Tram: M1, M12, M4, M5, M6
Bus: TXL, 100, 200

Foto: Staatliche Museen zu Berlin, F. Friedrich

Alte Nationalgalerie, Deutschrömersaal
Zwischen Spätklassizismus und Neorenaissance liegt der Baustil der Alten Nationalgalerie. König Friedrich Wilhelm IV. fertigte 1841 eine Skizze an, nach der Friedrich August Stüler einen Entwurf zeichnete. Den Bau der Galerie, die neuere Kunst aus dem 19. Jahrhundert beherbergen sollte und dies bis heute tut, leitete der Architekt Johann Heinrich Strack von 1867-1876. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Nationalgalerie schwer beschädigt und 1949 teilweise, 1955 wieder vollständig für den Publikumsverkehr geöffnet. Als erstes der Museen auf der Museumsinsel wurde es nach seiner Sanierung 2001 wiedereröffnet. Der große Deutschrömersaal bietet Platz für Kammerkonzerte.

Bodestr. 1-3
10178 Berlin-Mitte
Bahn: S5, S7, S75, S9
Tram: M1, M12, M4, M5, M6
Bus: TXL, 100, 200

European School of Management and Technology, Foyer
In das Staatsratsgebäude der DDR wurde einst das nach dem Abriss des Berliner Stadtschlosses übrig gebliebenen Portal integriert, auf dem Karl Liebknecht 1918 die freie, sozialistische Republik Deutschlands ausrief. Neben diesem historischen Teil ist das Gebäude ein Beispiel der architektonischen Moderne der DDR. Heute beherbergt es die European School of Management and Technology. Neben Unterrichts- und Fortbildungsveranstaltungen finden dort auch kulturelle Projekte statt, für die sich besonders die Foyers eignen.

Schlossplatz 1
10178 Berlin-Mitte
Bus: 147, TXL, 100, 200